Leitfaden
5 typische Fehler, die Sie bei der MPU vermeiden sollten
Auch gut vorbereitete Kandidat:innen tappen immer wieder in dieselben Fallen. Wir zeigen die fünf häufigsten Fehler aus unserer Beratungspraxis und geben konkrete Strategien, wie Sie sie vermeiden. So erhöhen Sie Ihre Chancen auf ein positives Gutachten erheblich.
Fehler 1: Unvollständige oder fehlerhafte Nachweise
Fehlende Abstinenzbescheinigungen oder alte Führungszeugnisse verzögern das Verfahren. Prüfen Sie alle Dokumente auf Aktualität, Stempel und Unterschriften. Legen Sie Original und Kopie getrennt ab und bringen Sie beides zum Termin mit.
Unser Tipp: Arbeiten Sie mit einer Checkliste, die Sie bei jedem neuen Dokument abhaken. So behalten Sie den Überblick.
Fehler 2: Auswendig gelernte Standardantworten
Gutachter:innen erkennen einstudierte Sätze sofort. Authentizität entsteht, wenn Sie Ihre persönliche Geschichte reflektieren und Beispiele aus Ihrem Alltag einbringen. Nutzen Sie Reflexionsfragen wie „Wann habe ich den Wendepunkt gemerkt?“ oder „Welche Alternativen nutze ich bei Stress?“.
Fehler 3: Unterschätzte Leistungstests
Viele konzentrieren sich ausschließlich auf das Gespräch. Doch schlechte Reaktionswerte können das Gesamtbild trüben. Trainieren Sie die Tests vorab mit speziellen Programmen. Achten Sie auf ausreichend Schlaf, leichte Mahlzeiten und eine ruhige Anfahrt.
Fehler 4: Keine langfristige Strategie
Aussagen wie „Ich mache das nie wieder“ sind zu vage. Beschreiben Sie, wie Sie kritische Situationen früh erkennen, welche Netzwerke Sie nutzen und wie Sie Rückfallprophylaxe betreiben. Legen Sie Belege vor (Coaching, Therapie, Selbsthilfegruppen).
Fehler 5: Unrealistische Zeiteinteilung
Kurzfristige Vorbereitung führt zu Stress, fehlenden Nachweisen und unsicheren Antworten. Planen Sie mindestens drei Monate für Reflexion, Dokumente und Trainings ein. In komplexen Fällen empfehlen wir sechs Monate.
Bonus: Frühwarnsystem für Rückfälle
Legen Sie ein Warnsystem fest: Welche Gedanken, Emotionen oder Situationen weisen auf alte Muster hin? Wie reagieren Sie in den ersten fünf Minuten? Dieses Frühwarnsystem überzeugt Gutachter:innen davon, dass Sie Ihre Veränderung aktiv steuern.